- Ahnenforschung

Ahnenforschung / Genealogie

Ahnenforschung wird von vielen Personen als Hobby betrieben, des Öfteren hat diese jedoch auch einen ernsthaften Grund, so können aus einem Stammbaum möglicherweise Merkmale einer genetisch weitervererbten Krankheit erkannt werden.

Die Ahnenforschung baut sich in der Regel nach und nach auf, werden anfänglich die Eltern, Großeltern oder Vetter und Cousinen aufgelistet, öffnen sich bei früheren Generationen immer mehr Fragetüren. Um die gesuchten Personen aufzufinden muss des Öfteren der Gang zu Kirchenarchiven angetreten werden, diese verzeichneten alle Personennamen bei der Geburt sowie bei der Heirat. Kirchen sind in der Regel die erste Anlaufstelle, denn diese überstanden den ersten und zweiten Weltkrieg des Öfteren unbeschadet und können so mit einem äußerst alten und vollständigen Archiv aufwarten.
Auch bei der Gemeinde oder dem Kreis kann Einsicht in Akten gewährt werden, wodurch der Stammbaum langsam aber sicher an Form gewinnen kann. Manchmal hat sich der Verwandtenstamm jedoch über ganz Deutschland verteilt, sodass es aus der Ferne schier unmöglich ist alle erforderlichen Daten zu sammeln.

Hilfe bei der Ahnenforschung



Hilfestellung bietet hierbei insbesondere das Internet, neben zahlreichen Programmen, kostenlosen Quellen, professionellen Dienstleistern und Hilfestellungen zur Ahnenforschung finden sich hier möglicherweise auch konkrete Hinweise auf die eigene Familie. In den letzten Jahrzehnten haben sich zahlreiche Vereine und Institutionen gebildet, welche Personendaten in Archive speichern und diese Online zur Verfügung stellen und Hilfestellungen geben.
Von Vorteil wäre es natürlich einen möglichst kompletten Stammbaum in Besitz zu haben, denn Lücken sind leichter aufzufüllen als komplette Generationen. Angemerkt werden muss, dass zumeist nur Angaben zur Person wie Geburtsdatum, Geschlecht und Kinder vermerkt sind, Krankheiten, Hobbys und Charaktereigenschaften sind in der Regel nicht aufzufinden.

Des Weiteren sind die meisten Personendaten nur regional verfügbar, d.h. von Ortsvereinen in Bayern zusammengestellt, welche keine Auskunft über Verwandte in Baden-Württemberg geben können. Daher ist zu beachten, dass man versucht jegliche Anhaltspunkte bei der Suche im Internet einzubringen, denn so werden die Chancen auf einen Treffer wesentlich erhöht.

Die meisten Informationen im Internet werden wie auf herkömmliche Art und Weise aus alten Kirchen- und Stadtarchiven gewonnen, auch private Dokumente werden des Öfteren eingebracht. So lassen sich neben zwei bis drei Generationen auch noch Personen von vor einigen hundert Jahren auffinden.
Das Internet wird seinen kompletten Nutzen allerdings erst in einigen Jahrzehnten bis Jahrhunderten entwickeln, dann werden Daten seit dem Beginn des Internetzeitalters aufzufinden sein, welche heutzutage noch keine Bedeutung spielen. Nach wie vor gilt allerdings, dass der Stammbaum vor der Internetsuche durch sich selbst, Stadt- und Kirchenarchive sowie Verwandte möglichst weit ergänzt werden sollte.